Ziele
Durch die Wiederverwendung möglichst vieler gut erhaltener, gebrauchter Bauteile soll im wesentlichen
- Abfall vermieden
- Energie eingespart
- und CO2 gemindert
werden. Das Forschungsvorhaben setzt auf weitere positive Effekte:
- Schaffung von Arbeitsplätzen in neu gegründeten Bauteilbörsen
- Bewusstseinsbildung im sparsamen Umgang mit Material, erlernte Nachhaltigkeit
- Erweiterung des Aufgabenspektrums für Abbruchunternehmen und Handwerksbetriebe: zur Umsetzung eines Material schonenden Rückbaus mit entsprechender Verbesserung des Absatzes zurückgebauter Bauteile
- Schaffung regionaler Kooperationsgemeinschaften
- Festlegung von Qualitätstandards
Die Idee
Bundesweit wird heute immer noch so abgerissen, dass gute, gebrauchsfähige Bauteile (Massenbauteile) recycled oder verbrannt werden.
Ziel des Projektes ist es daher Impulse zum geregelten Rückbau und zum recyclinggerechten Planen und Bauen zu geben. Der Wiedereinbau zum gleichen Zweck oder die kreative Weiterverwendung von Baumaterial aus Sanierung, Abbruch oder Reste aus dem Neubau, stehen dabei im Vordergrund dieser Projektidee. Gleichzeitig soll der demontagefreundliche Wiedereinbau, der u.a. zur Langlebigkeit der einzelnen Bauteile führt, Planern und Handwerksbetrieben wieder bewusst gemacht werden (ganz praktisch bemerkt: schrauben statt kleben).
Um die Akzeptanz für den Wiedereinbau gebrauchter Bauteile im privaten wie im öffentlichen Bereich zu erhöhen, werden Angebote und Strategien für Handwerk, kommunale Abfallentsorger, Abbruchunternehmer und Private entwickelt.
Vernetzung
Einzelne Regionen soll, durch die Unterstützung des bauteilnetz Deutschland, der Aufbau von Lagern für gut erhaltene, gebrauchte Bauteile und Börsen erleichtert und zeitlich verkürzt werden. Das Projekt setzt dabei in erster Linie auf Kooperation und Kommunikation, sieht hierbei aber auch das größte Defizit im Baualltag. Deshalb wird die meiste Energie der Initiatoren des bauteilnetzes deutschland in die Öffentlichkeitsarbeit gehen. Für den regen, schnelleren Austausch untereinander soll u.a. die internetseite genutzt werden. Teilnehmer erhalten zusätzlich einen gesonderten Zugang.
Die Spannung des Vorhabens liegt darin, die schon vorhandenen Strömungen in den einzelnen Regionen aufzunehmen, mit ihnen zu arbeiten und die Anknüpfungspunkte an andere Regionen zu schaffen.
Treibende Kraft dieses Vorhaben zu wagen ist das Wissen um die Werte der schon einmal hergestellten Materialien (Rohstoffe und Energie) und der Forschungsdrang neue Wege zu beschreiten in einer Zeit, die zum sparsamen Umgang mit endlichen Ressourcen drängt.
Das bauteilnetz Deutschland hat Strategien zur Kommunikation und zum erweiterten Erfahrungsaustauschentwickelt erarbeitet. Von 2006-2010 wurden bundesweit 11 neue Lager und Börsen initiiert und professionelle, kompetente Beratungen für Gründer angeboten.
Durch die Nutzung eines gleichen Systems für Bestandsaufnahmen und Arbeitsabläufe wird nicht nur die Übertragbarkeit geprüft, sondern- durch das Ausprobieren an verschiedenen Standorten- die Strukturen erweitert und verfeinert.
Ein bundesweiter Bauteilkatalog gibt Käufern und Anbietern einen schnellen Überblick über den Bauteilbestand in den angeschlossenen Bauteillagern. Angebots- Verkaufsdaten werden so bundesweit gesammelt und ermöglichen die ökologische Bilanzierung.
Viele "Börsen" braucht das Land
Gut erhaltene Bauteile werden bundesweit in den Kreislauf der Bauwirtschaft zurückgeführt. Hierzu werden flächendeckend Lager und Börsen initiiert und unterstützt, die die Kernaufgabe im jeweiligen regionalen Netzwerk übernehmen.
Ausgangslage
Seit knapp zwei Jahrzehnten wird in Bremen um das Thema der Wiederverwendung gebrauchter Bauteile diskutiert und tatkräftig in Sanierungs- und Neubau Projekten experimentiert.
Damit diese Erfahrungen und jene, die mit dem Aufbau der bauteilbörse bremen (Lager und Internet- Börse www.bauteilboerse-bremen.de) gemacht wurden, einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können, entstand die Idee, ein bundesweites Netzwerk (bauteilnetz deutschland) aufzubauen und dieses vielschichtige Wissen weiterzugeben.
Die bauteilbörse bremen hat in einem zweijährigen Projekt bewiesen, dass die Wiederverwendung gebrauchter Bauteile in Bremen praktisch sehr gut umsetzbar ist. Die ökologischen Effekte sind durch eine begleitende Energiebilanzierung (Ökoinstitut Freiburg: Energieeinsparung, CO2- Minderung und Abfallvermeidung) aufgezeichnet worden.
Arbeitsbereiche bauteilnetz.de und regionale Börsen
Während die Organisatoren des Bauteilnetzes eine breite Öffentlichlkeit durch Veranstaltungen, Flyer und Berichte auf das Thema aufmerksam machen, werden gleichzeitig die neu gewonnen Teilnehmer im Aufbau ihrer Börse und des Lagers beraten und unterstützt. Durch den jeweiligen Handwerkerring, Qualifizierungsträger, Architekt oder Abbruchunternehmer etc. als Initiator in der Region, wird ein Verbund gegründet, der die Wiederverwendung von Bauteilen organisiert und praktiziert.
Ausbau Handwerk
| Transport Dienstleister
| Lagerung zentrales Bauteillager
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bauteilnetz deutschland
www.bauteilnetz.de
Öffentlichkeitsarbeit, Informationsaustausch
Regionale bauteilbörse
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Einbau Handwerk
| Transport Dienstleister
| Aufarbeitung Handwerk
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