bauteilnetz Deutschland
... Der Zustand des Klimas, der Umwelt und der erschöpflichen Ressourcen verlangt von uns ein Umdenken ...
Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Ulrich von Weizsäcker
... die Wiederverwendung von gebrauchten Bauteilen. Das bauteilnetz Deutschland leistet hier einen wichtigen Beitrag ...
Prof. Dr. Maximilian Gege
... freuen uns, dass das bauteilnetz Deutschland nachhaltige Impulse setzt, um möglichst viele geeignete Bauteile in den Kreislauf der Bauwirtschaft zurückzuführen und damit die Umwelt zu entlasten ...
Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde
 

Planen und Bauen

In dieser Rubrik werden Modellvorhaben vorgestellt, die unter dem Aspekt der Bauteile-Wiederverwendung durchgeführt wurden bzw. werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Wiederverwendung oder Weiterverwendung von Baumaterial ebenso wie das demontierbare Planen und Bauen.
Gleichzeitig entsteht hier ein Vortragsarchiv.
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Ausstellung Graue Energie

Die energiekonsens in Bremen hat gemeinsam mit dem Bundesverband bauteilnetz Deutschland e.V. eine Ausstellung zum Thema "Graue Energie" erarbeit. Zum ersten Mal zu sehen war die Ausstellung auf den Bremer Altbautagen im Januar 2015. Auf einer Sonderausstellungsfläche "Werte erkennen- Bauteile wiederverwenden" stand die Ausstellung im Mittelpunkt des Geschehens. Dämmstoffe, Türen, Sanitärobjekte, Steine, Dachziegel und eine Badewanne werden von der Rohstoffgewinnung bis zur endgültigen Entsorgung bilanziert. Die Wiederverwendbarkeit bzw.Recyclingfähigkeit werden dabei besonders betrachtet. Die Ausstellung kann ausgeliehen werden. Kontakt über energiekonsens: 0421/376671-0 oder Bundesverband bauteilnetz Deutschland e.V. 0421/706058

Datenbank zur Ökobilanzierung von Bauteilen

Eine neue Online-Datenbank des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) macht die Umweltwirkungen von Baustoffen transparent. Mit Hilfe der unter www.oekobaudat.de abrufbaren Datensätze lassen sich die Umwelteinflüsse von Baustoffen bestimmen, etwa der Beitrag zum Treibhauseffekt, zu Smog, saurem Regen oder zum Ozonloch. Die Datenbank richtet sich speziell an Planer, Architekten und Ingenieure, die mit der Aufstellung von Ökobilanzen für Bauwerke befasst sind.

Interessantes

Architekt Jan Jongert aus Rotterdam kreiert eine abgefahrene Seite für kreative Köpfe.

Neue Broschüre Planen und Bauen

Neue Broschüre Bauen und Wohnen ressourcenschonend und energieeffizient Gerade im Bauwesen besteht enormes Potenzial, Ressourcen effizienter einzusetzen. Die neue Broschüre der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und des VDI Zentrums Ressourceneffizienz zeigt anhand von 14 modellhaften Projekten das Spektrum des ressourcen- und energieeffizienten Bauens: von ressourcensparender Architektur über den Einsatz geeigneter Baustoffe, der Nutzung von Recyclingbeton bis hin zur kompletten Wiederverwendung von Baumaterialien. Die Broschüre kann unter folgendem Link heruntergeladen bzw. als gedrucktes Exemplar bestellt werden:

recyclingfähig konstruieren

Zitat: Langfristiges Ziel des Bauwesens muss es sein, den gesamten Kreislauf von der Produktion derBaustoffe und Komponenten und der Bereitstellung der Energie über ihre Verwendung bis zur Entsorgung/Weiterverwertung des Gebäudes in ein globales Nachhaltigkeitskonzept einzuordnen. Das heißt auch, dass diesem Kreislauf nur Stoffe zugeführt werden, die im Laufe ihres Lebenszyklus auf der Erde ersetzt oder/und biologisch abgebaut werden können (nawaros) odervollständig recycliert werden können (recycros). Bericht unter: http://www.nachhaltigwirtschaften.at/hdz_pdf/endbericht_1121_recyclingfaehig_konstruieren.pdf
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Bewahren und Erhalten

Ein mutiger Gastronom und Pensionsinhaber in Hann. Münden erwarb die für den Abbruch vorgesehene Kirche in der Innenstadt. Mutig nicht nur wegen des Baujahrs dieser Natursteinkirche von 1684 (Wiederaufbau, Ursprung 13. Jahrhundert) sondern wegen der Umnutzung zum Frühstückslokal. Sehr liebebvoll wurden hier Details gelöst und eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Überlegungen zu Umnutzungen können viel Aufwand sparen und Baukultur bewahren.

Vorträge zum Thema Rohstoffverknappung- ReUse- Intelligente, konstruktive Lösungen beim Bauen

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Der Recycling-Wohnkoffer

Ein altes Industrie-Fahrgestell hat im Zuge eines Projektes an der Universität Kassel eine neue Bestimmung gefunden. Vorrangig aus gebrauchten Baustoffen und -teilen wurde ein Container zum Leben und Arbeiten ausgebaut. Die Studierenden Tim Schaeffer und Hannah Hüdepohl hatten sich als Zielvorgabe gesetzt, den Koffer mit 100 % recyceltem Material aufzubauen. Das von der Universität geförderte Projekt zeigt, wie viel mit dem Abfall aus der Baubranche möglich ist. Es soll als Positiv-Beispiel für ressourcenschonendes Bauen dienen. Sowohl die Dämmung, das Ständerwerk und Parkett, sowie Fenster und Türen sind von Baustellen und Privatleuten eingesammelt und aufbereitet worden. Mit vielen weiteren Baureststoffen wurde so günstiger und ressourceneffizienter Wohn- und Arbeitsraum geschaffen.

Modellvorhaben/ Experimente/ Wettbewerbe

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Solar Decatlon

Die Studenten/Studentinnen der RWTH Aachen waren unter 20 nominierten Gruppen, die für den internationalen Wettbewerb "Solar Decathlon 2012" zugelassen wurden. Die Studenten haben das Ziel, neben der autarken Bauweise, auch mit der Wiederverwendung und Weiterverwendung von Wertstoffen bei der Herstellung des Gebäudes zu brillieren. Das Bauwerk wurde in Aachen aufgestellt, rückgebaut und im September in Madrid wieder aufgebaut. Das bauteilnetz Deutschland/ DBU unterstützt das Projekt ideell und finanziell. Das Daumendrücken hat sich gelohnt- die RWTH Aachen erreichte den 5. Platz! Herzlichen Glückwunsch!
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Entwürfe für ein "Modulares Mehrzweck-Studio"

Im Rahmen einer Semesteraufgabe wurden am Lehrstuhl Entwerfen, Wohn- und Sozialbauten der BTU Cottbus Stehgreifübungen zum Entwurf eines modularen Mehrzweckgebäudes durchgeführt. 13 Entwürfe wurden vorgestellt. Die Akteure des bauteilnetz Deutschland bedanken sich bei allen Studet/innen und Studenten, bei Jens Brinkmann für die Betreuung und Prof. Bernd Huckriede für die Aufnahme des Themas in den Studienplan. Unter mehr finden Sie eine Auswahl der interessanten und kreativen Entwürfe, die die insgesamt 30 Studenten entwickelt haben. Nach einer Besichtigung des späteren Bauplatzes und einem Gespräch mit Frau Marx hatten die Student/innen knapp drei Wochen Zeit die Entwürfe anzufertigen.
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Bauhaus re use-Pavillon

Anlässlich der energetischen Sanierung der Nordfassade und des Atelier-Flügels des Bauhaus Dessau wurden mehr als 120 Meter Fassaden-Elemente demontiert und nach Berlin gebracht. Aus den Fassadenelementen sollen verschiedene, demontierbare Bauwerke kreiert werden. Es steht in Berlin, Tempelhofer Freiheit.
In diesem Pavillon finden 2012 verschiedene Veranstaltungen zum Thema "StadtWertSchätzen" statt.
Bauhaus re use ist ein Projekt von zukunftsgeraeusche, in Kooperation mit dem Bauhaus Dessau.
Für Rückfragen und Presse: info@zukunftsgeraeusche. de
Foto von zukunftsgeraeusche
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Recyclingpavillon in Bremen-Huchting

Mit dem Pavillon, der auf dem Hof des Recyclinghofes in Bremen-Huchting gebaut wurde, wird in anschaulicher Weise auf Recycling-Bauteile und -stoffe aufmerksam gemacht. Das Gebäude hat einen achteckigen Grundriss, wurde in Holzständerbauweise mit Fachwerk errichtet und ist an drei Seiten von einem Wintergarten umgeben. Dabei wurde es aus ca. 80% wiederverwendeten Baumaterialien gebaut

Im Innern befinden sich ein Seminarraum, ein Sanitärraum mit Regenwasser-Toilettenspülung, sowie eine Galerie. Diese Räume gliedern sich in dem schneckenförmigen Gebäude um die zentrale Schornsteinsäule eines Lehmgrundofens.

Beim Bau wurden Mitarbeiter über ABM beschäftigt, die durch den Einsatzund die damit verbundene Qualifikation ihre Vermittlungschancen für spätere Beschäftigungen erhöhen konnten. Entwurf und Bauleitung Architekten U. Dechantsreiter/ K.Müller
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Pojekt XX in Delft, Niederlande

Projekt XX ist ein Gebäude in einem Gewerbegebiet in Delft in den Niederlanden. Das Gebäude wurde bereits 1999 errichtet und stellt ein gutes Beispiel für die Trennung von Rohbau und Ausbau dar. Die Konstruktionen sind so ausgelegt, dass bei einer Demontage des Gebäudes die Beschädigung von Bauteilen größtenteils vermieden werden kann.
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Recycling-Haus in Odense, Dänemark

Anfang der 1990er Jahre wurden in Dänemark drei Recycling-Häuser gebaut. Davon eines in Jütland, eines in Kopenhagen und eines in Odense. Ziel des Projektes war es, herauszufinden, wie viele alte Baumaterialien in einem Wohnkomplex wiederverwendet werden können.
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Sanierungsprojekt Heinrichstraße

Zeitraum: Dezember 1988 Mai 1992
Beteiligte: BDP, Verein für ökologisches Bauen und kommunikatives Wohnen e.V. viele (nicht gezählte) MitarbeiterInnen und Jugendliche (international).

Mit dem Projekt Heinrichstrasse ist es bereits vor 20 Jahren in beeindruckender Weise gelungen, das Bauen mit natürlichen Baustoffen in der Kombination mit der Wiederverwendung von Baumaterial zu demonstrieren. Die gerettete Bausubstanz mit ihrem Energiepotential, heute auch Graue Energie genannt, hat beispielhaft gezeigt, wie Ressourcenschutz auch betrieben werden kann. Des Weiteren wurden hier Wege zur Nachhaltigkeit in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht aufgezeigt. Ein erfolgreiches Projekt, das für alle Beteiligte Vorteile gebracht hat.

Aus diesem Projekt heraus haben sich viele Beteiligte (auch ABMler) selbstständig gemacht. Die bremer Aktivitäten rund um das Thema- auch das bauteilnetz Deutschland- u.a. auch das bundesweite Netzwerk für Bauteilbörsen hat hier seinen Ursprung.

Ökologische Siedlung Lilienthal

Die ökologische Siedlung in Lilienthal bei Bremen wurde unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkte errichtet. Es entstanden neun sogenannte Baufenster, überwiegend mit Reihen- und Doppelhäusern, die jeweils einem eigenen Motto unterliegen.